Palliative Care

Praxis für Naturheilkunde

Sabine Wiedemann

vorm. Sabine Hartmann

.Die Praxis ist wegen des Covid 19 Ausbruchs bis auf weiteres geschlossen.



Die schwersten Wege werden alleine gegangen, die Enttäuschung, der Verlust, das Opfer, sind einsam. Selbst der Tote der jedem Ruf antwortet und sich keiner Bitte versagt steht uns nicht bei und sieht zu ob wir es vermögen.

Die Hände der Lebenden die sich ausstrecken ohne uns zu erreichen sind wie die Äste der Bäume im Winter. alle Vögel schweigen. Man hört nur den eigenen Schritt und den Schritt den der Fuß noch nicht gegangen ist aber gehen wird.

Stehenbleiben und sich Umdrehen hilft nicht. Es muß gegangen sein.

Nimm eine Kerze in die Hand wie in den Katakomben, das kleine Licht atmet kaum. Und doch, wenn du lange gegangen bist, bleibt das Wunder nicht aus, weil das Wunder immer geschieht, und weil wir ohne Gnade nicht leben können: die Kerze wird hell vom freien Atem des Tags, du bläst sie lächelnd aus wenn du in die Sonne tritts und unter den blühenden Gärten die Stadt vor dir liegt und in deinem Haus dir der Tisch weiß gedeckt ist. Und die verlierbaren Lebenden und die unverlierbaren Toten dir das Brot brechen und den Wein reichen - und du ihre Stimme wieder hörst ganz nahe bei deinem Herzen.

Hilde Domin

Einführung in die Begleitung Sterbender im häuslichen Umfeld

Zuhause sterben ist der Wunsch der meisten Menschen.

In den letzten Jahrzehnten wurde das Sterben aus den Familien in die Krankenhäuser verlagert und dadurch die Verantwortung für den eigenen Tod an die Ärzte abgegeben. Seither gab es kaum noch Möglichkeiten Erfahrungen im selbständigen Umgang mit dem Tod zu machen.  Sterben in der Familie war bis vor 40 Jahren ganz normale Lebensrealität, die Ärzte kamen ins Haus ihrer Patienten, sie kannten die Familien lange und gut, wenn die Erkrankung als aussichtslos erschien, wurde es zugelassen, dass ein Mensch ohne weiteren Kampf um sein Leben verschied. Sicherlich war die Kontrolle der Symptome nicht in dem Maße möglich, wie wir es heute kennen und viele Kranke hatten leidvolle Wege zu gehen. Mit den Möglichkeiten der modernen Palliativmedizin sind wir heute viel besser ausgestattet, um Leiden zu lindern, doch scheint uns die Furcht davor, nicht alles getan zu haben, von dem abzuhalten, was der Wunsch der Mehrzahl der Menschen ist, zuhause zu sterben. Der Tod  wurde durch die Möglichkeiten der modernen Medizin zum Versagen, zum Scheitern im Kampf um ein Leben. Wenn wir das Sterben wieder in die Familien hineinholen wollen, muss weit vorher ein Prozess der Kommunikation begonnen werden, über das, was einem Menschen  wichtig ist, was ihn trägt, woran er glaubt, wann für ihn die Grenze erreicht ist, medizinische Möglichkeiten auszuschöpfen zu wollen. Für viele Menschen wäre ein Tod im eigenen Bett möglich, hätten sie sich bewusst hinterfragt und entschieden und hätten die Angehörigen ausreichend Informationen um mit dem Sterben und den dabei auftretenden Symptomen umzugehen. Diese Broschüre will ermutigen, Menschen wieder zuhause zu begleiten, das Wichtigste und durch keine Professionalität zu ersetzende ist Achtsamkeit, Empathie und Liebe. Die meisten Sterbeverläufe von alten Menschen gleichen einem Dahinwelken, hier ist es wichtig zu wissen, welche Erscheinungen spezifisch für den Sterbevorgang sind, was als normal anzusehen ist und somit nicht einer Krankenhauseinweisung bedarf. Aber auch  die Symptome Schwerstkranker sind, begleitet durch palliativ medizinische Betreuung, bis auf wenige Ausnahmen, im häuslichen Umfeld zu behandeln. Es gibt eine Reihe unterstützender Dienste für Angehörige, SAPV-Teams sind Einrichtungen der spezialisierten ambulanten palliativen Versorgung, Pflegekräfte und Ärzte unterstützen die Angehörigen und Freunde und leisten die medizinische Behandlung von möglichen Symptomen. Hospizdienste, sind ehrenamtlich tätige, in der Begleitung Sterbender ausgebildete Menschen, die dem familiären Umfeld zur Seite stehen, auch die Pflegekräfte der ambulanten Krankenpflegeeinrichtungen und die Hausärzte stehen in vielen Fällen, wenn der Entschluss klar gefasst ist, den Familien zur Seite. Sterbebegleitung ist fraglos anstrengend, fordernd und bedarf einigen Mutes, wird aber gerade auch deshalb von Angehörigen in der Nachschau als eine sehr wertvolle Zeit in ihrem Leben beschrieben und hinterlässt trotz all der Trauer nach dem Tod des anvertrauten Menschen häufig das Gefühl, gemeinsam etwas vollendet, durchgetragen zu haben.

Gehen Sie los, der Weg wird unter ihren Füssen entstehen und lassen sie sich ein, auf das Geschenk eines jeden Moments.

Sabine Wiedemann

Heilpraktikerin

Steinstr.2

85221 Dachau

Tel.: 08131/55210

Email: sabine@das-rosenhaeuschen.de

Sprechzeiten nach Vereinbarung